Halinger Dorftheater
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Unser Dorftheater


 

Im Helle - Garten fing das Theater an....

 

An einem schönen Sommerabend im Jahre 1986 saßen im Garten bei Wilfried Helle die Familien zusammen, die man zu den Gründern des Halinger Dorftheaters zählt:

Die Familien Küster, Tönies, Kuhn, Kost, Helle und Jentsch wollten Sketche und Dönekes aus dem Dorfleben auf die Bühne bringen.

 

Franz Hoenhorst stellte den vorhandenen Saal inklusive Bühne kostenlos zur Verfügung. Jedes Ehepaar leistete eine "Anschubfinanzierung" von 50 DM, um die Kosten für Bühnenbau, Requisiten ect. abzudecken.

 

Fast zwei Jahre probten sie für das erste Stück "Die verlorene Erbschaft".

 

Von diesem Stück waren damals 2 Aufführungen geplant, denn man wußte ja nicht, ob überhaupt Interesse bestand.

Jedoch waren nach zehn Minuten alle Karten verkauft.

Aus zwei geplanten Aufführungen wurden sechs. Heute sind es um die 30 Vorstellung und das Interesse hält weiter an.

 




 

Zum 10. Geburtstag gab´s 100 Liter Freibier...

 

Ein Jahrzehnt hat das Halinger Dorftheater auf dem Buckel. Anlaß für alle Akteure sich, mit einem Frühschoppen in der Mehrzweckhalle, bei ihren Anhängern zu bedanken. Zum 10 jährigen hatte das Theater einen Malwettbewerb gestartet, um ein Emblem zu finden.

Das beste kam von Tim Osterhaus aus der Klasse 4b der Grundshule Bösperde. Er malte drei Bilder, die der Jury gefiehlen und von einem Grafiker eingebunden wurden. Als Belohnung durfte sich Tim als erster von 14 Gewinnern einen Preis aussuchen.

 

 

 

 

 

 

 

 



 

Im Jahre 1933 wurde die Gaststätte Hoenhorst von den Eheleuten Franz und Thea Hoenhorst eröffnet und über Jahrzehnte in Zusammenarbeit mit dem Sohn Franz Hoenhorst jun. geführt.

 

Aus Alters- und Gesundheitsgründen konnte die Gaststätte seitens der Familie Hoenhorst nicht weitergeführt werden, so dass am 1. September 2000 das Halinger Dorftheater diese in Form eines Pachtvertrages übernommen hat.

 

Somit bleibt Hoenhorst mit dem 150 Personen fassenden Saal und Bühne, der Bevölkerung für weitere Aufführungen des Halinger Dorftheaters und sonstigen Kultur-und Vereinsveranstaltungen erhalten.

 

 

 

 

 

 



 

Am Samstag, den 31.07.2011, hat das Halinger Dorftheater sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Im Tennisheim trafen sich die Theaterbegeisterten zum gemütlichen und heimeligen Beisammensein. Diesen Geburtstag wollten sie ganz privat feiern. Deshalb waren nur die aktiven Mitglieder eingeladen. „Wir haben nichts geplant, hier passieren einfach spontane Geschichten“, erzählt Michael Henze, erster Vorsitzender des Vereins. Kurze Sketche gehören da beim Theater mit dazu. Aber auch ein Rückblick in die gemeinsame Geschichte: Bilder und Videos von den ersten Aufführungen sorgten für Heiterkeit.

 

 

 

 

25 Jahre Halinger Dorftheater

 

Eine Kurzgeschichte von Rosel Kuhn

 

 

In der Dorfkneipe, die „Polnische Wirtschaft“, ging es hoch her. Freunde des Halinger Dorftheaters hatten sich hier eingefunden. Am Stammtisch saßen seit dem frühen Abend „Der wahre Jakob“, „Ein Mann mit Vergangenheit“, der seinen Frust um „Die verlorene Erbschaft“ im Alkohol zu ertränken versuchte. Neben ihm „Der Meisterboxer“ laut jammernd über „Die Gedächtnislücke“, die ihm seit dem letzten Kampf zu schaffen macht. Sowie „Der doppelte Moritz“, der schon für zwei getrunken hatte und auf der Suche nach seinem wahren Ich war, und auf die Frage: wie geht´s Zuhause, genervt stöhnte: „Oh Gott die Familie“, sie mault, weil in diesem Jahr nix ist mit „Schönen Ferien“. Was sein Vis a vis, der dorfbekannte „Meisterlügner“, scheinheilig bedauerte.

Etwas abseits vor seinem 5. oder 6. Kümmerling saß trübsinnig „Der keusche Lebemann“. Der hatte sich nämlich unsterblich in die Tänzerin „Die spanische Fliege“ verliebt. Mit den Worten „Liebling ich bin da“ hatte er sich mit ihr zum „Schäferstündchen“ getroffen. Doch er hatte sich „Zu früh gefreut“, es endete mit „Katzenjammer“. Zu vorgerückter Stunde, schon leicht angesäuselt, kamen noch die „Zwei wie Don Camillo und Peppone“ als wahre „Nervensägen“ bekannt, unter großen Hallo dazu. Nach noch einigen mutmachenden Schnäpsen, nutzten sie „Das Loch in der Wand“ um beim „Frauenpower“ nebenan zu kiebitzen.

Ach, „So ein Theater“, da ist „Nur Zoff mit dem Stoff“, winkten beide enttäuscht ab. Nach reichlichem Alkoholgenuss und hitzigen Debatten, drohte der Abend in einem „Chaos hoch drei“ zu enden. „So viel Krach in einer Nacht“ hatte es lange nicht mehr gegeben.

Zum Schluss aber lagen sich alle selig in den Armen. Gemeinsam sangen sie das Lied „Kein schöner Land“ und es war wieder „Alles bestens geregelt“.

 

 

Rosel Kuhn

 

 

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